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Tränen reinigen die Seele

November 8, 2019

 

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dessen gefühlte Emotionen, wie Kummer, Schmerzen oder Traurigkeit, in feuchten Augen oder Weinen Ausdruck finden. Je nachdem, wie stark diese Gefühle den Menschen überwältigen, fließen dabei mehr oder weniger stark die Tränen. Diese stark wasserhaltigen Tränen unterscheiden sich bezüglich ihrer Zusammensetzung vom Tränenfilm, der sich normalerweise ständig in den Augen befindet: Die Tränen enthalten beim Weinen weniger antibakterielle Enzyme und Nährstoffe, die das Auge schützen und die Zellen ernähren, als der Tränenfilm. 

 

Das Weinen ist ein Ausdruck der inneren Hilflosigkeit eines Menschen: Eine überfordernde Situation lässt alles außer Kontrolle geraten. Tränen lassen sich schlecht kontrollieren, sie fließen spontan, kullern über die Wangen und verstopfen die Nase. Wenn man die Augen als Spiegel der Seele betrachtet, dann ist das Weinen auch ein Ausdruck des Seelenzustandes. Ein heilsamer Reinigungsprozess kann hierbei auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Tränen reinigen Augen und Seele und können dazu führen, dass man danach klarer sieht.

 

                               Weinen kann Sichtweisen verändern

 

Der oftmals seelische Schmerz als eine Ursache des Weinens wird dem Menschen hierbei in seiner ganzen Deutlichkeit aufgezeigt. Ist er durch eine Überforderung oder Überlastung in Form von Stress bedingt? Spielen der Partner oder der Chef diesbezüglich eine entscheidende Rolle? Sind die Ursachen Ängste, Sorgen oder der Verlust eines geliebten Menschen? 

 

Im Moment des Weinens ist der Mensch tief im Inneren mit seiner Seele verbunden. Aus diesem Grund tut Weinen gut, denn es löst angestaute emotionale Erregungszustände und energetische Blockaden. Es befreit von diesen Energien und lässt sie abfließen. Nach dem Weinen fühlt man sich meist besser und ist erleichtert. Dennoch sollte man es als Signal und Aufforderung der Seele betrachten, das betreffende seelische Leid, das als Auslöser verantwortlich war, langfristig aufzulösen. Denn die Tränen können die Seele nur dann reinigen, wenn der Mensch dadurch zur Bewusstheit und zu neuen Erkenntnissen gekommen ist. Das kann zum Beispiel die Erkenntnis sein, dass man tatsächlich überfordert ist und sein Leben neu sortieren sollte. In diesem Fall lautet die Devise, den Stress zu reduzieren sowie mehr Entspannung und mehr Freude in sein Leben zu bringen. Eine andere Erkenntnis kann wiederum sein, dass man sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen in Frieden auseinandersetzen und ihn akzeptieren soll. 

 

Wenn dieser seelische Rat nicht ernstgenommen wird und man über längere Zeiträume übermäßig viel weint, können weitere Probleme hinzukommen.Denn wer ständig aufgrund von belastenden Gefühlszuständen in Tränen ausbricht, verursacht anhaltenden Stress. Der Körper befindet sich im Alarmzustand; als eine Folge davon arbeiten die Tränendrüsen nicht mehr optimal, um die Versorgung der Augen mit Enzymen, Sauerstoff und Nährstoffen sicherzustellen. Das kann unter Umständen zu Augenreizungen führen, die bis hin zu den Symptomen des trockenen Auges reichen können.

 

                             Seelisches Leid kann den Augen schaden

 

Diese Beschwerden, die schon fast als Volksleiden bezeichnet werden können, haben vielfältige Ursachen. In einer augenärztlichen Studie, die im Jahr 2016 in der Zeitschrift Der Ophthalmologe

veröffentlicht wurde, konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen trockenen Augen, vor allem bei der therapieresistenten Form, und psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen gezeigt werden. Es wurde festgestellt, dass jeder zweite Patient mit nicht therapierbaren trockenen Augen derartige Diagnosen aufwies. 

 

Das bedeutet, dass im Prinzip jeder Augenarzt, Optiker oder Augentherapeut bei Patienten mit trockenen Augen auch tiefergehende seelische Probleme als Ursache in Betracht ziehen sollte. Für Betroffene wiederum heißt das, dass sie sich mit den Signalen, welche die Seele durch die Augen sendet, bewusst auseinandersetzen sollten. Sie sollten sich die Frage stellen: Was stimmt nicht in meinem Leben, was ist nicht im Gleichgewicht und in der Harmonie? Manchmal reichen schon kleinste Veränderungen im eigenen Leben, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, die zur Gesundung führen.

Dennoch ist nicht jedes Weinen ein Grund zur Sorge. Gerade bei sensiblen und gefühlsbetonten Menschen dient es dem natürlichen seelischen Verarbeitungsprozess. Außerdem gibt es ja auch noch die Tränen der Freude – und die sollten reichlich fließen!

 

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